Designer Patrick Mohr kritisiert in seiner Frühjahrskollektion „Human“, die in Zusammenarbeit mit Studenten der ESMOD BERLIN Internationale Kunsthochschule für Mode entstand, unsere Gesellschaft. Setzt sich zum wiederholten Male für die Außenseiter, die „Abnormalen“ ein. „Ich finde es einfach nicht gut, wie gehandicapte Menschen ausgeschlossen werden, dumm angeschaut werden. Wenn man sich intensiver damit beschäftigt, berührt es einen. Ich hatte schon viele Tränen in den Augen…“

Rollstühle, aufgeplusterte Bodybuilder, geschlechtslose Wesen, Augen in Mündern: Die Preview-Bilder ließen auf eine spannende Installation schließen. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Patrick Mohr präsentierte sein Werk nicht im Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. Der Ort seiner Installation ist das ehemalige Kaufhaus Jandorf. 2200 Quadratmeter Modespektakel. Nachdem er seine Kreationen bereits Obdachlosen und düsteren Kreaturen anzog, haben dieses Mal Profis wie Franzi Müller und Katrin Thormann die Unisex-Kleider an. Reglos stehen sie zwischen den anderen Models: Bodybuilder, Transgender und Behinderte. Jeder so verschieden und doch so gleich. „Ich möchte durch meine Arbeit zeigen, dass es einfach ganz normale Menschen sind, und ihnen das Gefühl geben, dass wir alle eins sind.“

Als Betrachter dieser Szenerie wandelt man in dem überfüllten Raum umher. Gefesselt von dem Schauspiel [-> weiterlesen + Show-Video]